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Flachdach-Carport 3 oder 4 mtr. breit Flachdach-Carport
3 oder 4 mtr. breit


Walmdach-Carport 3 oder 4 mtr. breit Walmdach-Carport
3 oder 4 mtr. breit


Satteldach-Carport Satteldach-Carport
3 oder 4 mtr. breit


Doppelcarport mit Flachdach Doppelcarport
mit Flachdach


Doppelcarport mit Walmblende Doppelcarport
mit Walmblende


Doppelcarport mit Satteldach Doppelcarport
mit Satteldach


Brauche ich eine Baugenehmigung?



...Brauche ich eine Baugenehmigung für meinen Carport, meine Terrassen-Überdachung?

Wichtiger Hinweis vorab: Wir haben die folgenden Informationen gern für Sie zusammen gestellt und dabei versucht, Baurechtliches aus dem "Amtsdeutsch" auch für den Laien einigermaßen verständlich zu "übersetzen" und weiter führend zu erläutern.

Baurecht bzw. die Bauordnungen sind jedoch Ländersache, also von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt, darüber hinaus gibt es weitere Regelungen der Städte, Kommunen und Gemeinden in den Bebauungsplänen: bitte klären Sie daher immer vor einer weiteren zeit- und kostenintensiven Vorplanung Ihr Bauvorhaben mit dem örtlichen Bauordnungsamt hinsichtlich der anzuwendenden Bestimmungen ab: das kostet Sie nur ein Ortsgespräch oder eine Stunde Freizeit für eine Beratung auf Ihrem Bauordnungsamt und Sie haben weitestgehend Rechts- und damit Planungssicherheit !

Haben Sie daher bitte Verständnis: diese Informationen erfüllen keinesfalls einen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit, sind in jedem Falle unverbindlich, sie stellen keinerlei Rechtsberatung dar und eine Haftung unsererseits für falsche oder fehlerhafte oder hier nicht erteilte Informationen ist absolut ausgeschlossen.

Themen:

--> Allgemeines
--> Statik, Bauzeichnung, Baubeschreibung und –berechnung (Bauunterlagen)
--> Vorabversand von Bauunterlagen
--> Grenzbebauung
--> wann ist eine Genehmigung des Nachbarn erforderlich
--> Besonderheiten bei Anbau-Carports, Anbau-Überdachungen
--> weitere Info's

Allgemeines

Grundsätzlich sind zunächst einmal alle "Bauwerke" in der BRD genehmigungspflichtig, und zu den "Bauwerken" gehören auch untergeordnete Bauten, wie Gartenhäuser, Blockhäuser, Überdachungen, Carports und dergleichen. Die Bauordnungen der einzelnen Bundesländer regeln das im Detail. In vielen Bundesländern sind zwischenzeitlich so genannte "untergeordnete Bauwerke", also Garagen / Carports, Gartenhäuser etc. bis zu einer bestimmten Größe (bebaute Fläche oder umbauter Raum) baugenehmigungsfrei. Viele Städte Kommunen und Gemeinden erlauben ergänzend für Wohngebiete, für die ein Bebauungsplan existiert, das so genannte "vereinfachte Baugenehmigungsverfahren", kurz "Bauanzeige" genannt.

Aber auch „baugenehmigungsfrei“ bedeutet nicht, dass Sie einfach einen Carport, der von der Größe darunter fallen würde, so ohne weiteres aufstellen können: die geltenden Bestimmungen der Bauordnung und etwaiger Bebauungspläne sind zu berücksichtigen, also beispielsweise Grenzabstände, Grenzbebauung, Bauhöhen, Baufluchten, bebaubare Fläche des Grundstückes usw. Ferner muss natürlich ein Bauwerk, dessen Errichtung zwar nicht einer ausdrücklichen Genehmigung bedarf, dennoch den anerkannten Regeln der Baukunst entsprechen, also Bauzeichnung, Baubeschreibung und –berechnung, mindestens jedoch eine Statik sollte vorliegen.

Carport's (auch Garagen) bis zu einer Endhöhe von 3,00 mtr. gelten baurechtlich als "untergeordnete Bauwerke" (Kleingaragenverordnung). Darüber hinaus wird ein Carport wie ein "normales" Bauwerk behandelt, heißt: nicht nur erweiterte Bestimmungen zum Brandschutz und zu Gebäudeabständen sind zu beachten, auch insbesondere ist eine Grenzbebauung nicht ohne besondere Auflagen möglich, dazu gehört die schriftliche Zustimmung des Nachbarn mit Eintragung im so genannten Baulastenverzeichnis und der Nachweis des Brandschutzes zu Gebäuden auf dem Nachbargrundstück (F 90). Das kann teuer und aufwendig werden und ein Nachbar muss eine Bebauung über 3.00 mtr. Höhe nicht dulden, selbst wenn die üblicherweise zustimmungsfreie Bebauungstiefe von 9.00 mtr. auf einer Grundstücksgrenze unterschritten wird.

Statik, Bauzeichnung, Baubeschreibung und –berechnung (Bauunterlagen):

Wenn Sie bei Carportshop einen Carport oder eine Überdachung bestellen, sind Lieferumfang der Standardabmessungen die Bauunterlagen enthalten, also Statik, Bauzeichnung, Baubeschreibung und -berechnung. Diese Unterlagen ersetzen jedoch nicht einen für die Einreichung der Bauanzeige oder eines Baugesuchs gesondert von Ihnen zu beauftragenden "Entwurfsverfasser" (beispielsweise Architekten, Bauing.) und Sie benötigen ergänzende Unterlagen (z.B. Bauantragsformular, Lageplan des Grundstücks), wodurch Ihnen zusätzliche Kosten entstehen.

Bauantragsformulare und Listen der weiteren einem Baugesuch beizufügenden Unterlagen finden Sie zumeist auf den regionalen Internestseiten der Städte und Gemeinden bzw. Bauordnungsämter.

Vorabversand von Bauunterlagen:

Statik, Bauzeichnung, Baubeschreibung und -berechnung können Sie vorab gegen eine Schutzgebühr i.H.v. 19,00 Euro bei uns bestellen, wovon wir Ihnen 17,00 Euro bei Auftragseingang gutschreiben. Sie bezahlen die Schutzgebühr bitte per Kreditkarte (Visa, Mastercard), via PayPal oder per Vorkasse-Banküberweisung. Der Versand der Unterlagen ist für Sie kostenfrei.

Bauunterlagen bestellen Sie bitte hier || Bauunterlagen bestellen || (oder in der Fußzeile anklicken), beschreiben Sie ferner etwaige Besonderheiten (z.B. für Anbau-Carport) und vergessen Sie nicht Ihre vollständige Anschrift sowie Ihren Zahlungswunsch.

Grenzbebauung:

Carport's (auch Garagen) können Sie bei Grenz- oder grenznahen Bebauung üblicherweise bis zu einer max.- Länge von 9,00 mtr. im Allgemeinen ohne Genehmigung des Nachbarn errichten, vorausgesetzt, das Bauwerk ist nicht höher als 3,00 mtr. Bei freistehenden Häusern darf auf beiden Seiten gebaut werden, aber die Summe der Grenzbebauung darf 15,00 mtr. nicht überschreiten, Beispiel: steht auf einer Grundstücksseite bereits eine Garage (oder Nebengebäude) mit 7,00 mtr. darf auf der anderen Seite ein Carport nur noch in der Länge von 8,00 mtr. errichtet werden (7 + 8 = Summe 15,00 mtr. Grenzbebauung). Eine Bebauung in der Länge über 9,00 mtr. bzw. über 15 mtr. hinaus ist nur mit Genehmigung des Nachbarn möglich (Eintragung im Baulastenverzeichnis) und beachten Sie hierbei, dass Sie auch ohne "richtigen" Nachbarn (Eckgrundstück beispielsweise) immer einen "Nachbarn" haben, beispielsweise Stadt, Kommune Gemeinde, Land, Fiskus, BRD.

Eine Genehmigung Ihres Nachbarn benötigen Sie immer bei einer Grenzbebauung von insgesamt mehr als 9.00 mtr. auf einer Grundstücksseite bzw. 15.00 mtr. alle Grenzbebauungen zusammen genommen, ferner wenn die Endhöhe des Carports oder einer Überdachung über 3,00 mtr. bei einer Grenz- bzw. grenznahen Bebauung liegt. Eine solche Genehmigung ist nicht formlos möglich, sondern wird beurkundet und im so genannten "Baulastenverzeichnis" eingetragen.

Wichtig: viele Städte (bspw. München), insbesondere die Stadtstaaten (Hamburg, Berlin, Bremen) haben oft abweichende Bestimmungen zur Grenzbebauung. Bitte also beim Bauordnungsamt vorher erkundigen.

Streng genommen verändern Sie beim Anbau einer Überdachung oder eines Carport’s das vorhandene Gebäude selbst, denn die Gebäudewand muss die teils nicht unerheblichen Lasten des Anbaus aufnehmen und tragen können. Ferner vergrößern Sie mit einem Anbau das Gebäude in Fläche und Volumen. Ist beispielsweise die mit einem Gebäude bebaubare Grundstücksfläche schon voll "ausgereizt", oft bei Reihenhäusern auf kleinen Grundstücken, wird möglicherweise eine Baugenehmigung für einen Anbau als Erweiterung des Wohnhauses verweigert. Es empfiehlt sich dann die Prüfung, ob das Grundstück noch mit untergeordneten Bauwerken bebaut werden kann und wenn ja, sollte die Überdachung oder der Carport dann als gesondertes freistehendes Bauwerk beantragt und errichtet werden.

Nach unseren Erfahrungen werden Anbau-Carports und Überdachungen unproblematisch genehmigt, wenn die örtlichen Gegebenheiten, Bauordnung und Bebauungsplan nicht von vornherein dagegen sprechen. Dennoch kann das Bauordnungsamt eine gesonderte Statik für die Gebäudewand fordern, insbesondere dann, wenn das vorhandene Gebäude ganz augenscheinlich die zusätzlichen Lasten eines Anbaus nicht ohne weiteres aufnehmen kann, was regelmäßig bei sog. Fertighäusern (Holzständer- oder Holzrahmenbauweise) der Fall ist. Bitte beachten Sie, dass unsere Bauunterlagen und Statiken solche Berechnungen naturgemäß nicht enthalten (können), Sie also in einem solchen Falle einen (örtlichen) Statiker mit den erforderlichen Berechnungen gesondert beauftragen müssen. Die dadurch entstehenden zusätzlichen Kosten stehen oft nicht mehr im Verhältnis zu den Kosten der Überdachung oder des Carports selbst. In diesem Fall empfehlen wir eine freistehende Ausführung zu wählen und die Stützen direkt an der Anbauwand auf Anker zu setzen.

Weitere Info’s…:

Wenn Sie in Außenbezirken, Erholungs-, Wasser- und Landschaftsschutzgebieten wohnen, sollten Sie in jedem Falle im Kosteninteresse zunächst eine schriftliche, formlose "Bauvoranfrage" an das Bauordnungsamt richten: fügen Sie der Bauvoranfrage aussagekräftige Unterlagen zu Ihrem Vorhaben bei, also Kopie des Lageplanes mit einskizziertem geplanten Standort des Vorhabens, eine Abbildung des Carports / der Überdachung oder einen Auszug aus der Bauzeichnung (können Sie bei uns anfordern) - vereinbaren Sie ggfls. zusätzlich einen persönlichen Termin mit dem Sachbearbeiter auf dem Bauordnungsamt. Eine Bauvoranfrage ist nicht gebührenfrei, aber immer noch preiswerter als ein möglicherweise "abgeschmetterter" Bauantrag.


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